Verbandsliga A 2025/26 Runde 9: Elmshorn I – Itzehoe 4,5:3,5

12.05.2026

Letzter Spieltag in einer für uns doch eher mäßigen Saison. Für unseren Gegner Elmshorn I ging es um alles, den Abstieg betreffend. Am Anfang der Saison hätte man das kaum für möglich gehalten, waren sie doch (Mit)-Aufstiegsfavorit. Für uns ging es faktisch um nichts mehr, Platz 4 war gebucht. Indes wollten wir nicht freiwillig verlieren und so in den Kampf um den Abstieg eingreifen. Leider fielen bei uns drei Stammspieler aus, dann zusätzlich ein wichtiger ‚Ersatz‘spieler. Elmshorn ließ Brett 1 frei, so dass die Chancen ordentlich waren, dass wir etwas mitnehmen konnten.

Jens hatte bald den kampflosen Punkt eingesackt und bewegte sich gen Heimat. Jashe spielte mit schwarz gegen Andy Fleischer, der sich ordentlich entwickelte, aber Jashe das Zentrum überließ. Ein frühes Remis-Angebot des Elmshorners wurde abgelehnt. Ich hatte es als weißer mit Bernhard Pill zu tun, dem DWZ-stärksten der Krückau-Städter. Es ergab sich eine absolut symmetrische Stellung, in die ich etwas Würze brachte, was allerdings keine besonders gute Idee war. Bald musste ich mich mit Abtausch entlasten. Da auch mein Gegner seinen schwachen Bauern los wurde, war die Stellung weitestgehend ausgeglichen, eher etwas besser für schwarz. Das Remis-Angebot meines Gegners nahm ich daher an. 0,5 : 1,5.

Sören spielte mit schwarz gegen den anderen Mannschaftsführer, Fabian Priebe. Dieser griff am Königsflügel mit allerlei Figuren an. Sören hatte gute Chancen im Zentrum und am Damenflügel. Die Stellung war insgesamt als brisant einzuschätzen. Stephan spielte als weißer gegen Luca-Frederic Jasmer. Dieser hatte etwas mehr Raum, aber Stephan hatte Bauernhebel und war im Besitz der einzigen halboffenen Linie – insgesamt angenehm zu spielen, fand ich.

Sascha hatte es mit den schwarzen Steinen mit Lars Janzen zu tun. Hier ergab sich eine klassische offene Stellung mit viel Potenzial. Der Elmshorner fuhr einiges gegen Saschas König auf, aber dieser hatte alles im Griff und selbst gutes Spiel im Zentrum. Christine hatte recht bald eine gedrückte und etwas passive Stellung gegen Tilo von Koschitzky zu fassen. Nicht unbedingt zwingend schlecht, aber schwierig zu spielen, fand ich bei grober Betrachtung. Kalle spielte mit schwarz gegen Volker Sosna. Da gab es eine halboffene h-Linie, so dass beide Seiten lange die Rochade verweigerten. Die Kräfte konzentrierten sich dann auf den Damenflügel, wo in meinen Augen Ausgleich herrschte.

Jashe brachte ein Turmopfer und zerrte den weißen König an die Luft, kam allerdings arg in Zeitnot. Sören kam vorwärts und eroberte einen Bauern im Zentrum, der aufgrund einer Fesselung nicht ausreichend gedeckt war; jedenfalls sah das so aus. Stephan bekam den wichtigsten Bauernhebel und stand nach meinem Empfinden etwas besser. Saschas Stellung wurde giftiger bei weitestgehend ausgeglichenen Chancen.

Stephan willigte dann in das Remis ein, weil er nicht recht weiterkam. Sörens Gegner brachte einen mächtigen Konter, der auch in der Retro-Analyse nicht mehr zu stoppen war. Riesige Materialverluste oder matt wären die Folge gewesen, so dass Sören aufgab. Jashe fand keine gewinnbringende Fortsetzung und gab nahezu ohne Zeit auf der Uhr Dauerschach. 2,5:2,5.

Saschas Gegner bot Remis an, was prompt abgelehnt wurde. Mittlerweile hatte Christine eine Qualität eingebüßt und Kalle nur bedingt Gegenspiel für einen Minusbauern. Christine wurde dann stark überspielt, während Kalle ein Remis erreichte. Sascha mühte sich lange, musste dann zum Ende hin ein schwieriges Läuferendspiel verteidigen, was ihm auch gelang. 4,5:3,5.

Wir hätten gern besser performt, aber es sollte nicht sein. Elmshorn I hat verdient gewonnen und damit die Klasse gehalten. Zeitgleich spielte am selben Ort Elmshorn II gegen Burg. Auch hier ließen die Gastgeber ein Brett frei, so dass die Sache klar zu sein schien. Zum Ende hin beim Stand von 3:3 standen beide Burger schlechter oder gar auf Verlust. Allerdings kippte die Partie an Brett 7 zugunsten der Dithmarscher, wonach der 4te Punkt im Sack war und Thies Rosenburg sofort aufgab. Mein lieber Scholli, was für ein Drama! Wir gratulieren sehr herzlich zum Aufstieg!

Wir haben insgesamt eine eher schwache Saison gespielt. Jashe war wie in der Vorsaison herausragend, aber zu viele der anderen Stammspieler blieben etwas oder klar unter ihren Möglichkeiten zurück, mich bewusst eingeschlossen. Zur nächsten Saison werden die Karten neu gemischt und wir werden versuchen, es besser zu machen als in der abgelaufenen.