In der achten Runde hatten wir Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des Flensburger SK II.
Nominell waren wir klarer Favorit (DWZ-Schnitt 1911 : 1652). Für Flensburg traten aber zwei Jugendliche an mit DWZs um 1600, deren Spielniveau aber weit höher ist. Insofern mussten wir vorsichtig sein.
Bei Egbert entstand schnell eine ausgeglichene Stellung ohne wirkliche Chancen für eine der beiden Seiten, so dass man sich auf Remis einigte.
Stephan spielte gegen einen der beiden starken Jugendlichen. Es ging ausgeglichen bis zum Endspiel, dann einigten sich die beiden auch auf Remis.
Hauke kam nach der Eröffnung in eine Stellung mit zwei Türmen und Dame gegen zwei Türme und Dame. Haukes Schwerfiguren waren gut koordiniert und machten ordentlich Druck auf die gegnerische Stellung. Sein Gegner konnte dem Druck nicht standhalten und verlor Material und damit die Partie.
Sven hatte die ganze Zeit eine sehr aktive Stellung mit ausgeglichenem Material. Er konnte seine Figuren so gut ins Spiel bringen, dass am Ende zu viele Drohungen auf dem Brett waren und der Gegner aufgeben musste.
Jashe hat nach der Eröffnung mit schwarz eine aktive Stellung erreicht und startete im Mittelspiel einen seiner tödlichen Angriffe. Am Ende waren seine Schwerfiguren auf der gegnerischen Grundreihe und der Gegner konnte sich nur noch zwischen Matt und Materialverlust entscheiden.
Jens stand die ganze Zeit etwas aktiver, aber es sah mir eher nach Remis aus. Unter Druck hat sein Gegner aber eine Fesselung übersehen, verlor einen Turm und gab dann auf.
Sören kam in der Eröffnung stark unter Druck. Seine Stellung war ziemlich passiv und musste präzise verteidigen, so dass am Ende Zeitnot dazu kam. Sein junger Gegner wickelte geschickt in ein Endspiel mit Mehrbauern (Freibauern) ab. Da war nichts mehr zu machen.
Ich habe im Mittelspiel eine zweifelhafte Abzweigung gewählt. Um die gegnerische Qualität zu gewinnen, habe ich die Königsbauern vorgezogen und meine Königsstellung komplett geschwächt. Mein Gegner hatte ein starkes Läuferpaar, das die Qualität mehr als kompensierte. Am Brett habe ich das völlig falsch eingeschätzt. Mein Gegner nutzte die aktive Stellung gut aus und nachdem sich der Rauch verzogen hat, war ich in einem Endspiel mit Turm + 4 Bauern gegen zwei Läufer + 3 Bauern. Mit etwas Geschick konnte ich die Stellung Remis halten. Am Ende gewannen wir mit 5,5 : 2,5.
Autor: Andreas Gondorf